Weil man grün von rot nicht trennen darf

Regionalverkehr ab Ahrensfelde und Mahlsdorf wird gestärkt – 30-Minuten-Takt auf den Linien RB 25 und RB 26 kommt ab Dezember 2024







Mit dem Nachtragshaushalt wird Rot-Rot-Grün am 10. Dezember 2020 im Berliner Abgeordnetenhaus zusätzliche Verpflichtungsermächtigungen in Höhe von 55 Mio. € bei der Vergabe des Netzes Ostbrandenburg beschließen. Damit werden die verkehrsplanerischen Ziele für das Netz erweitert, auch um eine höhere Taktdichte zu leisten.

Dazu erklärt Kristian Ronneburg, verkehrspolitischer Sprecher der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus:

“Mit der neuen Vergabekonzeption für das Netz Ostbrandenburg werden auch die auf den Regionalverkehr angewiesenen Menschen in Marzahn-Hellersdorf profitieren. Es wird damit künftig sowohl Verbesserungen auf den Linien RB 25 (Ahrensfelde) als auch RB 26 (Mahlsdorf) geben. Mit der neuen Vergabekonzeption bekommen beide Linien künftig den 30-Minuten-Takt. Bisher sind beide Linien die einzigen Regional-Linien, die in Berlin verkehren und dabei nur einmal pro Stunde bedient werden. Auf der RB 26 sollen künftig auch mehr Fahrzeuge verkehren. Der Betriebsstart ist für Dezember 2024 vorgesehen. Mit der Ausschreibung wird das Verkehrsangebot auf den ausgeschriebenen Linien bis Dezember 2036 festgelegt.”


Verkehrslösung Mahlsdorf kommt voran – Planfeststellungsverfahren für Neuen Hultschiner Damm soll im März 2021 starten

Nach jahrelangen Blockaden ist die Verkehrslösung Mahlsdorf in dieser Legislaturperiode endlich maßgeblich vorangebracht worden. Die Verkehrslösung sieht vor, dass künftig der Hultschiner Damm auf Höhe des Gründerzeitmuseums östlich abzweigen, über die B1/B5 geführt und dann als „Straße an der Schule“ den PKW-Verkehr aufnehmen soll. Die Straßenbahn wird zweigleisig ausgebaut und verkehrt dann weiter auf ihrer angestammten Strecke entlang der Hönower Straße. Auf Höhe der Pestalozzistraße treffen sich beide Trassen wieder und werden zum S-Bahnhof Mahlsdorf unter die Brücke geführt.   

In einer Mitteilung an das Abgeordnetenhaus hat der Senat aktuell mitgeteilt, dass für die Straßenbahn der Abschluss der Vorplanung durch die BVG bis Ende 2020 erwartet wird. Danach könne ein bereits beauftragtes Planungsbüro mit der Entwurfsplanung starten. Derweil hat die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die Entwurfsplanung für die Straßenmaßnahme fertiggestellt. Das Planfeststellungsverfahren soll im März 2021 eingeleitet werden.

Dazu erklären Kristian Ronneburg, Bezirksvorsitzender der LINKEN. Marzahn-Hellersdorf und Bjoern Tielebein, Vorsitzender der Linksfraktion in der BVV-Marzahn-Hellersdorf:

„Dass es nun einen klaren Zeitplan für den Beginn des Planfeststellungsverfahrens für den Neuen Hultschiner Damm gibt, zeigt, dass es endlich mit der Verkehrslösung für Mahlsdorf vorangeht. Die politischen Blockaden, die das Projekt seit Jahren verzögert haben, haben SPD, Grüne und LINKE mit gemeinsamem politischem Willen in dieser Legislatur endlich aufgelöst. Das Planfeststellungsverfahren für die Straße ist wiederum losgelöst von der Straßenbahn. Es muss unser Ziel sein, im nächsten Jahr auch endlich mit dem Planfeststellungsverfahren für den zweigleisigen Ausbau der Straßenbahn beginnen zu können, damit die Mahlsdorferinnen und Mahlsdorfer, wie im Nahverkehrsplan vorgesehen, ab 2025 endlich einen stabilen 10-Minuten-Takt haben.“